Inv. Nr.: D 435
Datierung: 1. Jh. v. Chr.
Größe: 1,05 m (mit Basis: 1,28 m)
Original: Bronze
Museumsstandort: Rom, Museo Nazionale Romano

  • Faustkämpfer Gesamtansicht
  • Faustkämpfer Kopf
  • Detail Faustwehr

Der Faustkampf war bei den Griechen ein sehr beliebter Sport. Vor allem Darstellungen und später auch viele Schriften zeugen heute von dem einst so herausfordernden Sport. Der sitzende Faustkämpfer, nach seinem Fundort "Thermen-Boxer" genannt, zeigt einen sehr muskulösen Ober- und Unterkörper, die von hartem Training zeugen. An der Skulptur ist zu erkennen, welchen körperlichen Strapazen sich ein Faustkämpfer der Antike aussetzen musste. Am Faustkämpfer selbst sind einige Kampfspuren zu finden. Das Gesicht ist vernarbt und weist blutige Stellen auf. Vor allem der Körper wirkt schlaff und müde. Auf seinen Händen ist die so genannte Faustwehr gut zu erkennen. Sie bestand aus einem ca. drei Meter langen Lederriemen, der um die Hand und Handgelenke gewickelt wurde, um die Wucht des Schlages zu erhöhen. Der Faustkämpfer wird vermutlich in dem Moment angesprochen, da sein Blick sich nach rechts oben (zu einem fiktiven Gegenüber) wendet.

(K.B.)

Literatur

W. Decker, Sport in der griechischen Antike. Vom minoischen Wettkampf zu den Olympischen Spielen (München 1995) 83f.
W. Fuchs, Die Skulptur der Griechen4 (München 1993) 281-284 Abb. 311. 312
W. B. Tyrrell, The smell of sweat. Greek athletics, olympics and culture (Wauconda 2004) 122

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