Inv. Nr.: D 220
Datierung: 180-160 v. Chr
Original: Marmor
Größe: Länge insgesamt 110 m, Höhe 2,30 m
Originalstandort: Berlin, Pergamonmuseum

  • Pergamonaltar-Fries Gesamtansicht
  • Athena und Alkyoneus Detail
  • Nike und Gaia Detail

Nachdem Zeus Gaia gedemütigt hatte, indem er ihre Söhne, die Titanen, in die Unterwelt sperrte, stiftete sie die Giganten, deren Geschwister, zu einem Krieg gegen die Götter an, welcher als Gigantomachie bezeichnet wird. Die Giganten waren von menschlicher Natur, besaßen aber Beine und Füße in Schlangengestalt.
Der hier gezeigte Ausschnitt des Altares (Teil des Ostfries) zeigt einen besonders aktionsgeladenen Auszug des Kampfes der Götter gegen die Giganten. Zu sehen ist die nach rechts eilende Athena, die den geflügelten Giganten Alkyoneus, der bereits von ihren Schlangen umwunden ist, am Haar ergriffen hat und ihn somit vom Erdboden trennt. Dieses war nötig, da er unsterblich war, solange er mit seiner Mutter Gaia, der Erde, verbunden blieb. Auch Gaia selbst ist in das Kampfgeschehen eingebunden. Die Mutter, deren Gesichtszüge von Leid erfüllt sind, ragt zur Hälfte mit ihrem Oberkörper aus dem Boden und will ihrem sterbenden Sohn helfen, indem sie Athena zu hindern versucht. Von rechts kommend bildet die herbeifliegende Nike, die Athena einen Siegeskranz zum Zeichen des gewonnenen Kampfes über das Haupt hält, den Abschluss.

(A.G.)

Literatur

W. Fuchs, Die Skulpturen der Griechen4 (München 1993) 458-465
W. Radt, Pergamon. Geschichte und Bauten einer antiken Metropole (Darmstadt 1999) 168-180

Sammlungen > Dauerausstellung > Abgüsse > Griechisch > Pergamonaltar-Fries