Inv. Nr.: D 132
Datierung: um 420 v. Chr.
Größe: 1,95 m (Original mit Kopf 2,21 m)
Original: Parischer Marmor
Museumsstandort: Olympia, Archäologisches Museum

  • Nike des Paionios, Vorderansicht
  • Nike des Paionios, linke Seitenansicht
  • Nike des Paionios, Detailansicht Adler

Obgleich Nike als Siegesgöttin gesehen wird, entscheidet sie hier nicht über Sieg oder Niederlage einer Schlacht, sondern überreicht lediglich dem Sieger des Kampfes das Zeichen des Triumphes - den Siegeskranz.
Auf den ersten Blick unscheinbar, ragen Kopf und Hals sowie der Flügelansatz eines fliegenden Adlers neben dem rechten Bein der Nike hervor. Der Schnabel des Tieres ist nicht mehr vorhanden, und sein Körper wendet sich von links nach rechts.
Obwohl es erscheint, als ob der linke Fuß der Nike zur Landung ansetzt, befindet sich die Göttin dennoch im Schwebezustand. Das an ihren Körper gepresste Gewand und der fliegende Adler beweisen dies. Hierbei ist das Tier als Trennlinie zwischen Luft und Erde anzusehen.
Durch Hilfe von Inschriften am Sockel der Statue erkannten die Ausgräber, dass es sich hier um ein Werk des Paionios von Mende handelt. Ebenfalls konnte man herausfinden, dass die Statue und ihre 9 m hohe Säule als Weihgeschenk dem Göttervater Zeus in Olympia aus Dankbarkeit für den Sieg der Messenier und Naupaktier dargebracht wurde. Um welche Schlacht es sich hier genau handelte, blieb bislang ungeklärt.

(V.R.)

Literatur

W. Fuchs, Skulpturen der Griechen4 (München 1993) 203-204 Abb. 218
J. M. C. Toyanbee, Tierwelt der Antike (Mainz 1983) 228-231
G. Zahlhaas, Aus Noahs Arche. Tierbilder der Sammlung Mildenberg aus fünf Jahrtausenden Katalog zur Ausstellung Mannheim u.a. (Mainz 1996) 70

Sammlungen > Dauerausstellung > Abgüsse > Griechisch > Nike des Paionios