Inv. Nr.: D 43/44
Datierung: um 525 v. Chr.
Größe: 29,63 m (Gesamtlänge)
Original: Parischer Marmor
Museumsstandort: Delphi, Museum

  • Siphnierschatzhaus- Ostfries Gesamtansicht
  • Siphnierschatzhaus- Ostfries- Detailansicht

Der rechte Teil des Ostfrieses stellt den Kampf um Troja dar,  erkennbar an den teilweise noch vorhandenen Namensinschriften.
Auf der linken Seite dieses Friesabschnittes der Archäologischen Sammlungen der Universität Graz sind die Trojaner (von links nach rechts) Lykos (auch als Glaukos gelesen) mit seinem Viergespann, Aineas, Hektor (auch als Memnon bezeichnet) und Sarpedon (liegend)  dargestellt. In der rechten Hälfte sind hingegen die Griechen (von links nach rechts) mit dem kämpfenden Menelaos und seinem Gorgonenschild abgebildet. Im Anschluss an ihn folgt Automedon und eine nicht beschriftete Figur, möglicherweise Patroklos (der Freund von Achill), der auf das Kampfgeschehen zurückblickt. Am äußersten rechten Rand des Abschnittes steht Nestor mit erhobener Rechten vor einem weiteren Viergespann.
Am linken Teil des Ostfrieses ist eine Götterversammlung zu sehen.

(S.R.)

Literatur

J. Boardman, Griechische Plastik. Die archaische Zeit (Mainz 1981) 188-190 Abb. 212.2
V. Brinkmann, Beobachtungen zum formalen Aufbau und zum Sinngehalt der Friese des Siphnierschatzhauses (Ennepetal 1994)
R. Lullies - M. Hirmer, Griechische Plastik. Von den Anfängen bis zum Beginn der römischen Kaiserzeit4 (München 1979) 46

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