Inv. Nr.: G 126
Datierung: Ende 1. bis Mitte 3. Jh. n. Chr.
Maße: Länge 10,2 cm, Breite 7,1 cm, Höhe 3,4 cm
Material: oranger, sandiger Ton mit Resten eines rot-orangen Überzuges
Beschreibung: Typ Loeschke X (Form B) bzw. Buchi Xa; 2 Knubben, 2 Luftlöcher im Nasengang; Unterseite: OCTAVI, umgeben von 2 Rillen
Fundort: Altfund
Publiziert bei Poelt 1994, Kat. Nr. 16

  • Firmalampe
  • Firmalampe Ansicht von oben
  • Firmalampe Ansicht von unten

Die Beigabe von Lampen in Gräbern stellt eine italische Sitte dar: Das Licht der Öllampe sollte dem Verstorbenen den Weg ins Jenseits weisen. Die Verwendung von Tonlampen als Grabbeigabe kann somit auch auf den Romanisierungsgrad des Bestatteten hinweisen. In Wohnhäusern erhellten die mit Olivenöl gefüllten Lampen die Räume. Die Lampen wurden ursprünglich aus Italien importiert, mit zunehmender Nachfrage aber auch in den Provinzen selbst hergestellt. Der Name Firmalampe leitet sich vom am Boden angebrachten Namen des Lampenherstellers ab. Der Hersteller Octavius stammt ursprünglich aus dem oberitalischen Gebiet, Lampen mit seinem Stempel stammen aus der Zeit zwischen dem Ende des 1. Jh. und der Mitte des 3. Jh. n. Chr.

(S.L.)

Literatur

E. Alram-Stern, Die römischen Lampen aus Carnuntum, RLÖ– 35 (Wien 1989)
D. Poelt, Die antiken Tonlampen aus der Sammlung des Instituts für Klassische Archäologie an der Karl-Franzens-Universität Graz (Dipl. Karl-Franzens-Universität Graz 1994)

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