Inv. Nr.: D 169
Datierung: um 370/60 v. Chr.
Größe: 1,47m
Original: Marmorkopie nach Bronzeoriginal des Praxiteles oder dessen Vater Kephisodot
Museumsstandort: Dresden, Albertinum

  • Satyr Gesamtansicht
  • Oberkörper Detailansicht
  • Kopf Detailansicht

Unter den uns erhaltenen Satyrstatuen, die besonders gern im 4. und 3. Jh. v. Chr. geschaffen wurden, ist diese besonders erwähnenswert, auch wenn sich die Wissenschaft nicht einig ist über den Künstler. 
Es handelt sich hier um die Darstellung eines jugendlichen Satyrs, der aus einem Krug in der hoch erhobenen rechten Hand Wein in ein Trinkhorn oder eine Trinkschale gießt. In seinen Gesichtszügen lässt sich seine Fokussierung darauf gut ablesen. Geschmückt für das Fest hat sich der junge Satyr mit einer Binde und einzelnen Blüten im lockigen kurzen Haar.
Satyrn sind in der griechischen Mythologie im Gefolge des Dionysos zu finden und zeichnen sich im Gegensatz zu unserer Skulptur oft als besonders wollüstige Wesen aus. Sie sind normalerweise zu erkennen an ihrem struppigen Haar, nach oben spitz zulaufenden Ohren, Ziegenschwänzchen oder Pferdehufen. Ihre besondere Liebe gilt dem übermäßigen Genuss von Wein, Weib und Gesang.

(A.G.)

Literatur

W. Fuchs, Die Skulptur der Griechen4 (München 1993)
T.Hölscher, Klassische Archäologie. Grundwissen (Stuttgart 2002)

 

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