Inv.Nr.: G 238
Datierung: Frühkorinthisch, um 620-600 v. Chr.
Größe: Höhe 33cm, Durchmesser 33 cm

  • Krater Vorderansicht
  • Krater Rückansicht

Der Krater ist ein Mischgefäß, in dem Wein mit Wasser vermengt wurde. In der Antike wurde Wein nur verdünnt genossen. Kratere gehören ebenso zur Ausstattung eines Symposions wie Schöpf-, Gieß- und Trinkgefäße. Der Krater ist ein bauchiges Gefäß mit kurzem Hals und flacher Mündung. Der Kolonettenkrater, der zum ersten Mal in Korinth des 7. Jh. v. Chr. auftaucht, besitzt leicht auswärts geneigte Henkel, die durch rechteckige Platten mit dem Gefäß verbunden sind. Der Krater der Archäologischen Sammlungen in Graz gehört zu den ältesten erhaltenen Gefäßen dieser Art.
Einen großen Teil des Bildfeldes der Vorderseite nimmt eine nach rechts schreitende Sirene mit weit gespreitzten Flügeln ein. Sie hatte den Kopf wahrscheinlich zu dem Schwan gewendet, der seine Flügeln erhoben hat. Von den erhobenen Flügeln des Schwanes ist nur der Vordere sichtbar. Einige flüchtig verteilte und geritzte Rosetten sind über das gesamte Bildfeld verteilt.
Auf der anderen Seite sind zwei sich in entgegengesetzte Richtung bewegenden Panther zu erkennen, die ihre Köpfe dem Betrachter zuwenden. Ihre Körper sind im Gegensatz zu den kleinen Köpfen sehr lang gestreckt und mit sparsamen Ritzungen versehen. Zwischen den Tieren sind weitere Rosetten. Außerdem sind auf den Henkelplatten je ein Schwan, daneben Rosetten und Punkte, zu sehen.

(F.M.)

 

Literatur

T. Bakir, Der Kolonettenkrater in Korinth und Attika zwischen 625 und 550 v. Chr. (Würzburg 1974)
G. Schwarz in: M. Lehner - T. Lorenz - G. Schwarz (Hrsg.), Griechische und italische Vasen aus der Sammlung des Instituts für Klassische Archäologie der Karl-Franzens-Universität Graz (Graz 1993) 20-23

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