Inv. Nr.: D 200
Datierung: 1. Jh.v.Chr.
Größe: 1,84 m
Original: Marmor
Museumsstandort: Rom, Vatikanische Museen

  • Laokoongruppe Gesamtansicht
  • Kopf des Laokoon Detail
  • Schlangenbiss Detail

Das von rhodischen Bildhauern erschaffene späthellenistische Bildwerk wird im Allgemeinen als "Gleichnis für den gottgewollten Untergang Troias" gesehen. Gezeigt werden der Apollon-Priester Laokoon und seine Söhne im Kampf mit Riesenschlangen. Diese sind die Strafe für Laokoon, weil er davor gewarnt hatte, das hölzerne Pferd in die Stadt Troia zu ziehen. Durch die Darstellung der sich windenden, verdrehten Körper und  der von Leid, Schmerz und Verzweiflung verzerrten Gesichtszüge entsteht der Ausdruck von Tragik. Die Gefährlichkeit der von Athena gesandten Ungeheuer entdeckt man hier in der Intensität des Angriffs. Während der jüngere Sohn seinen Mund zu einem letzten Schrei geöffnet hat, wehrt sich der Vater noch verzweifelt. Gleichzeitig hat es den Anschein, als könne sich der ältere Sohn noch aus den Umwindungen lösen.

(M.S.)

Literatur

B. Andreae, Kulturgeschichte der antiken Welt. Laokoon und die Gründung Roms3 (Mainz 1988)
W. Fuchs, Die Skulpturen der Griechen4 (München 1993) 380-381 Abb. 218
S. Muth, Laokoon, in: L. Giuliani (Hrsg.), Meisterwerke der antiken Kunst (München 2005) 72-93

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