Inv. Nr.: D 202
Datierung: um 100 v. Chr.
Größe: 1,55 m
Original: Marmor
Museumsstandort: Paris, Louvre

  • Vorderansicht des Borghesischen Fechters
  • Detail, Kopf
  • Detail, Kopf und linker Arm mit Schildband

Die Skulptur wurde 1611 bei Anzio in der Nähe Roms gefunden. Dargestellt ist ein Kampfmotiv, bei dem der Kämpfer sich gleichzeitig mit dem linken Arm verteidigt und mit dem rechten Arm einen Angriff ausführt. Am vorgestreckten linken Arm befindet sich eine Halterung für einen Schild, der nicht mehr vorhanden ist. Der Kämpfer wollte sich gegen einen Angriff von oben, wahrscheinlich vor einem Reiter schützen. Der Kopf ist in einer plötzlichen nach links gerichteten Bewegung gezeigt, mit welcher der Kämpfer direkt auf den angreifenden Feind blickt und ihn fixiert. Die Gesichtszüge zeigen volle Konzentration, aber keinen Ausdruck einer Gemütsbewegung. Zwischen den gespreizten Schenkeln ist ein Baumstumpf als Stütze angebracht, er trägt die Inschrift: "Agasias, der Sohn des Dositheos, aus Ephesos hat es gemacht". Der Bildhauer hat sich am spätklassischen Meister Lysipp und seiner Schule orientiert.

(G.F.)

Literatur

W. Fuchs, Die Skulptur der Griechen2 (München 1979) 147-149 Abb. 140-142
M. Hamiaux, Les Sculptures Grecques II. La période hellénistique. Musée du Louvre, Département des Antiquités Grecques, Étrusques et Romaines (Paris 1998) Nr. 60

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